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Back to Press Archive
American Apparel Shirt
Veröffentlicht in Style & The Family Tunes #63
Fredericke Winckler
September 2003

Beginnt Political Correctness mit korrekter Kleidung? Gerade bei Produkten aus Übersee wird man manchmal das Gefühl nicht los, schweißige Ware zu erstehen. Allen, die hier auf ein ruhiges Gewissen Wert legen, sei gesagt, dass Produkte von American Apparel garantiert Sweatshop Free sind. Die Mitarbeiter der in Los Angeles sitzenden T-Shirt Firma haben nicht nur einen überdurchschnittlichen Stundenlohn inklusive Krankenversicherung, sondern auch Kinderkrippen, Massagen und dann und wann eine Party auf Kosten des Chefs, sowie mitunter das großzügige Sponsoring einer Sanierung der Dorfkirche im heimischen Guatemala für 500 US$. Trotzdem rühmt sich Gründer und Chef Dov Charney mit der Profitabilität seines Unternehmens, das 100.000 Shirts am Tag produziert. Den Spagat zwischen sozialer Personalpolitik und Gewinn schafft Charney unter anderem durch die Zentrierung aller Firmenaktivitäten auf seinem 240.000 Quadratfuß großen Anwesen in L.A und dem eigenhändigen Schießen der Werbephotos im Schweiße seines Angesichts. Die Kranken — und Lebensversicherungen für die Arbeiter existieren zwar erst seit einigen Monaten und auch der Lohn ist von der Anzahl der fertig gestellten Shirts pro Tag abhängig, aber als erste Gehversuche in Richtung Globalisierung im sozialen Sinne geht es wohl durch. Neben dem rührigen Background sei allen auch die hohe Qualität der Shirts ans Herz gelegt. Alle Modelle sind bedruck — bestick — und bebügelbar und sehen auch nach der Wäsche noch formvollendet aus. Die Shapes weichen überraschenderweise auch mal von der Hanes-Zeltform normaler Basics ab und haben damit eindeutigen Fancycharakter. Bei dem Gewebe dieser Exemplare handelt es sich um die Trüffel der hauseigenen Textilien, genauer gesagt um einen extrem leichten Jerseystoff, der sich durch seine lockere Webart auch gut stretchen lässt. In denen ist ein schweißfreies Tragehappening garantiert.