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American Apparel: Sweatshop free T-Shirts
Streetwear Today
January 2004

Innovativ sein und soziale Verantwortung übernehmen, das ist für Dov Charney der neue amerikanische Traum. Er ist Senior Partner JL von American Apparel und stellt in Downtown L.A. T-Shirts, Tops, Sweater, Hosen und Underwear her. Sportliche Basics in aktuellen Farben, sexy und figurbetont geschnitten - insgesamt über 2.500 Varianten. Die Baumwolle dafür kommt ausschließlich aus Kalifornien. Eine neue Linie aus 100% pestizidfreier und organischer Baumwolle macht den Auftakt für die Umstellung des gesamten Unternehmens. Binnen der nächsten vier Jahre will American Apparel 80% seines Baumwollverbrauchs in organische bzw. vergleichbare Baumwolle umwandeln. Auf der Homepage findet man eine Liste mit 10 Punkten, die den Unterschied zwischen herkömmlicher und organischer Baumwolle eindrucksvoll aufzeigt. So wird z. B. die immense Umweltbelastung geschildert, die bei der Herstellung verursacht wird, Folgeschäden in der Nahrungskette aufgezeigt und die Vorteile umweltverträglicher Baumwolle erläutert. Darüber hinaus verfolgt Dov Charney die Philosophie, Profit nicht auf dem Rücken seiner Mitarbeiter zu erzielen und Humankapital nicht auszubeuten, wie er erzählt, sondern mittels neuester Technologien profitabel zu sein. "Wir sind ein zukunftorientiertes, sozialkapitalistisches Unternehmen und lehnen kontraproduktive Taktiken wie Ausbeutung von Mitarbeitern durch schlechten Lohnausgleich und unsoziale Behandlung am Arbeitsplatz ab. Es ist offensichtlich, dass dieses ausbeuterische Verhalten in der Bekleidungsindustrie der Sklaverei aus dem amerikanischen Bürgerkrieg ähnelt. Diese unmenschlichen Praktiken verhindern nicht nur den technologischen Fortschritt der Entwicklungsländer, sondern es schränkt auch das Konsumverhalten und die wirtschaftliche Weiterentwicklung erheblich ein.

Bekleidung ist in allen Kulturen eine menschliche Notwendigkeit und es ist unmoralisch, dass diese durch ausbeuterische Unternehmen hergestellt wird. Unsere Produkte werden so hergestellt, dass man nachts guten Gewissens schlafen kann, denn unsere Mitarbeiter fertigen unsere T-Shirts unter allerbesten sozialen Arbeitsbedingungen und sozialer Absicherung. Um dieses zu gewährleisten werden unsere Produkte ausschließlich im eigenen Hause produziert und wir verzichten aus gutem Grund darauf, Subunternehmer in die Produktion einzubeziehen. Ich glaube das wir mit unserer Unternehmensform allen voraus sind."Letztendlich kommt er noch einmal auf den Umweltaspekt zu sprechen, "in diesem Jahr werden wir schon bis zu 20% vergleichbare organische Baumwolle der Produktion beimischen. Außerdem sorgen wir dafür, dass über 500 Tonnen der angefallenen Stoffreste wiederverwendet werden."

Anfang Oktober wurde ein wichtiger Grundstein gelegt, um den europäischen und speziell den deutschen Markt weiter zu erschließen. Mit Gründung einer Tochtergesellschaft in Deutschland, die ihren Sitz und Showroom im Neuen Zollhof in Düsseldorf hat, will man den Kontakt zum Handel intensivieren und die Distribution vereinfachen. Tanja Pritzen, im European Headoffice verantwortlich für PR und Marketing, ist voller Begeisterung für die Produkte und das soziale Engagement. Als Teil der multinationalen Company will die 22jährige hierzulande das Bewusstsein für die fair produzierten Styles wecken. Unterstützt wird sie dabei von Karia Kearny, die sich mit einem Außendienst-Team um den Vertrieb kümmert, www.americanapparel.net